Mason "Dice Pool " McNamara

der 'soziale' Magieadept

Description:

Seine dunkelgrüne Lederjacke ist Masons Rüstung und Fetisch zu gleich! Nichts bedeutet ihm soviel wie die echte Lederjacke, die er sich mühsam vom Trinkgeld erspart hatte. Der Schlangenprint dieser Jacke hat ihn sofort fasziniert, auch wenn die Jacke nicht ganz so cool ist wie die seines Idols J.D. , so ist sie doch mehr fashionable! Für nichts in der Welt würde er dieses lässige Teil aufgeben, nicht für die intelligenteste Jacke mit den neuesten Gadgets und integriertem Kommlink. Zusammen mit dem weißen T-Shirt und den hochgerollten Ärmeln ist beides wie eine Uniform. Und die roten verschlissenen Jeans mit den derben ochsenblutrotgrünen Lederboots machen ihn zum absoluten StylePunk!
Ebenso wenig wie seine Jacke, würde er den Nasenring aufgeben, den er seitdem trägt, als er erfahren hat, dass er indianische Wurzeln hat. Angeblich stammen seine Großeltern väterlicherseits von den Nez Perce aus Washington ab. Sein schulterlanges schwarzes Haar trägt er wild und meist ungekämmt, manchmal aber mit Haarreif. Seine dunklen Augen kaschiert er gerne mit einer Wayfarer, die selbstverständlich alles das hat, was man als Runner benötigt, ein bisschen SchiSchi muss schließlich sein.
Normalerweise fährt er seine BMW Scrambler wenn er nicht gerade gezwungen ist seinen Roller vom Pizza-Lieferdienst zu fahren. Glücklicherweise kommt dies nur dann vor, wenn er nach einem Run abtauchen muss um nicht auf dem Radar der großen Kons zu landen.
Bevor es aber zur Sache geht, schlüpft er jedoch in seine zweite Haut. Ein feiner Zwirn von Kenzo, fein im Sinne von ultrateurer Actioneer-Geschäftskleidung! Dieses Ding hat ihm schon oft das Leder gerettet und steht ihm zudem verdammt gut. Manchmal hat er den Eindruck das Ding sitzt besser als die Lederjacke. Aber nur äußerst selten, denn nur darin fühlt er sich wirklich wohl. Zugegeben der Schnitt des dunkelblauen Einreihers kaschiert die etwas schlaksige, ach was drahtige Gestalt. Er ist eben einfach nicht so steroidgestählt wie mancher Kollege in diesem harten Business, aber er hält sich fit und ist durchaus trainiert und muskulös. Auch wenn er aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf Biotech und Cyberware setzen kann, wie sein bester Kumpel Mahmoud, der alte Blechhaufen.
Wenn es dann mal auf Tour geht, geht ihm nichts über seinen schwarzen Urban Explorer Overall mit der passenden Kappe, denn der ist mal ne echte Rüstung! Damit kann man sich auch aus der Deckung wagen, wenn nicht nur heißes Blei wie ein Mückenschwarm in der Luft herum fliegt! Gegenwärtig trägt er zur Einschüchterung zwei Halfter mit schweren Pistolen und zwei Tomahawks aus einer Wolframlegierung mit sich herum, die er im Rücken an einem gekreuzten Granatengurt verstaut hat. Als Backup hat er neben ein paar Würfelgrananten stets eine Hold-Out-Pistole in seinen Stiefeln verborgen, denn man weiß ja nie wer einem so in einem ungelegenen Augenblick vor die Kimme läuft.
Das er so gut wie in jedem Moment seines Lebens eine gepanzerte Weste trägt, hat er sich von seinem Kumpel Mahmoud abgeschaut. Der allem Anschein nach trotz Biotech schon etwas paranoid geworden ist, doch wie er sagt hat ihm das schon ein paar Mal das Leben gerettet…
… und er ist schließlich schon ein paar Monate länger im Geschäft!

Bio:

Erwachen:
Die Nächte sind seltener geworden. Die Nächte in denen sich Mason an die “gute” Zeit erinnert. Die “gute” Zeit, wie seine Mutter sie beschrieb und er sie nicht gekannt hat, denn er hatte keine “gute” Zeit in seiner Kindheit. Auch heute halten sich die guten Zeiten noch in Grenzen, aber diese Limiten bestimmt Mason heute selbst!
Denn Mason ist jetzt ein Runner und nicht irgendein normaler Runner, er ist erwacht. Nicht wie ihr es jetzt denkt, nach einer dieser unsäglich traum- und schlaflosen Nächten. Nein, nach einem traumatischen Tag ist er als neuer Mensch aufgewacht. Denn als er an jenem Abend die Augen das erste Mal in seinem Leben richtig öffnete, war gerade seine bisherige klägliche Existenz an ihm vorüber gezogen.
Ein stummer Film Noir, der lähmend durch seine Nervenbahnen schoss. Just in dem Moment, als sein Hinterrad an der geliehenen modifizierten Yamaha Rapier vom zu starken bremsen blockierte. Es war eben noch das Einfahren und die noch kalte Keramik der Bremsbacken fras sich zu gierig in den heißen Stahl der mächtigen Bremsscheiben. Man kann also behaupten dies sei ein natürlicher Grund für einen verheerenden, wenn nicht gar tödlichen Sturz. Doch dieser mörderische Abstieg hatte alles andere als eine natürliche Ursache. Es war Sabotage und Verrat! Bonnies Combatbike ging in Flammen auf, Mercury auf seinem Lance Bike, dicht in seinem Windschatten verriss das Lenkrad und stieg sofort mit seiner Maschine in die Luft. Honky Hank sah nichts dergleichen kommen und fuhr nur geradewegs in einen gleisenden Feuerball. Er selbst scherte aus und kollidierte hart mit einem weiteren Aspiranten, dessen Namen er just in diesem Moment nicht einmal sagen konnte, denn die Yamaha geriet ins schlingern und knallte augenblicklich zusammen mit ihm frontal in die Wand des Trainingslabyrinths. Die Wand war jedenfalls nicht hoch genug um Mason aufzufangen denn durch die atemraubende Wucht des Aufpralls wurde er fast bis in die Skyline geschleudert. Die folgende Landung hätte mörderisch hart werden müssen, nicht umsonst sieht man schließlich einen Flashback, doch sie war es schlichtweg nicht. Schwebend fand sich Mason über dem Boden der Arena wieder und befand in diesem Moment, dass sich alles verändern könne. Alles was er bereit ist anzugehen!
Rückblickend trauert Mason der Tatsache, dass er durch diesen Vorfall kein Profi-Combat-Biker wurde nicht im mindesten nach. Sicher wäre es spektakulär gewesen in der Arena vor johlendem Publikum, vollgepumpt mit Adrenalin, gepusht mit BTL-Chips oder Jazz zu krepieren, aber es gibt einfach besseres. Auch wenn dies bedeutet, dass man sich in der gegenwärtigen Form den meisten SIM-Menschen nicht offenbaren sollte und erst recht nicht denen, die sich in irgendeiner kranken Weise einem der großen Kons “verpflichtet fühlen”. Denn seine Fähigkeiten sind gefragt, doch leider stellte sich auch umgehend heraus, dass es den Kons dabei im Grunde um seine Fähigkeiten als Laborratte ging. Denn statt auf einer Krankenbahre, wäre Mason fast auf einem Seziertisch von Ares gelandet!
Seither schlägt er sich in den Schatten durch und ist damit in der Lage sein Leben endgültig so zu gestalten wie er es sich seit seiner verkorksten Kindheit erträumt hat.

Kindheit:
Eigentlich hätte alles besser laufen können, wäre sein Vater nicht eine absolute Null gewesen. Dieser versoffene Hurensohn hat nichts auf die Reihe bekommen, mit einer Ausnahme, seine Mutter zu schwängern. Aber soweit sich Mason erinnern kann, war es tatsächlich die einzige Leistung die er in seiner erbärmlichen Existenz zu Stande gebracht hat. Blöd nur, dass seine Mutter Lou Ann aus gutem Hause war und damit nicht wirklich bei Ihren feinen Eltern punkten konnte. Noch dümmer, dass sie sich entschieden hat, mit dem Träumer von Seattle in den Rotten Apple zu ziehen und das Kind ohne die Unterstützung der Eltern aufzuziehen.
In der Konsequenz musste Mason also ohne Eltern und Großeltern erwachsen werden, denn offensichtlich taugten weder Mutter noch sein Erzeuger dazu. Dieser war nämlich sogar als Vertreter für Staubsauger zu blöd und fing an Cram zu nehmen. Flog aus dem Job und landete als Dealer auf der Strasse, bekam aufs Maul und schlug dafür Lou Ann. Ging zu einer Gang und prügelte die Fam.
Von Mann und Leben enttäuscht gab sich Lou Ann fortan den BTL-Chips hin. Bis zu dem Zeitpunkt wo sie plötzlich verschwand. Womit Mason zum Wahlwaisen wurde, denn bei seinem männlichen Elternteil wollte er um keinen Preis länger bleiben. Die Hänseleien und Sticheleien auf der Strasse waren schon genug, auch von den Prügel bekam Mason mehr als genug von seinen Altersgenossen im Ghetto, da musste er nicht auch noch den Prügelknaben von Poor Pauly mimen.

Jugend:
Auf den Mund gefallen ist Mason wirklich nicht. Schon als kleiner Bub hatte er sich bekanntlich des öfteren eine dicke Lippe verdient, nachdem er sich mit geistig unterlegenen, aber körperlich überlegenen Altersgenossen auseinander gesetzt hatte. Sein extrovertiertes Wesen war ihm oft ein Hindernis und machte ihn noch mehr zu einem Einzelgänger, als er es sonst sowieso aufgrund seiner Familiengeschichte gewesen wäre. Von keinem wirklich gemocht hat er sich seine Wirklichkeit stets selbst geschaffen ohne dabei groß Rücksicht auf seine Umgebung zu nehmen, denn diese tat es schließlich auch nicht ihm gegenüber. Im Gegenteil die ersten Jahre seines Lebens waren derart schrecklich, dass er für ein Ableben seines Vaters dankbar gewesen wäre und für das Verschwinden seiner Mutter fast schon glücklich war. Denn dadurch ist er erst ins Lil’Persia geraten, obwohl er dort eigentlich nichts zu suchen hatte. Weder teilte er die Religion von Imam Amir, noch die Auffassung der anderen Kinder auch ein Waise zu sein, er behielt sich einfach vor familienlos zu sein. Hätte er dort nicht den etwas älteren Mahmoud als Freund gefunden, er wäre von den anderen Kindern vermutlich bis zu seinem eigenen Selbstmord drangsaliert worden. Mahmoud sah ihm die Unflätigkeiten nach und nahm ihn vor den anderen Kindern in Schutz. Auch wenn er sich nie wirklich auf das schlechte Benehmen von Mason einließ, haben beide doch eine Ebene gefunden, auf der sie bestens miteinander klar kamen.
Imam Amir war ebenfalls nicht bereit Mason aufzugeben und verschaffte ihm schon früh einen Job als Pizzakurier, nachdem er ihm nichts weiter beibringen konnte. Bedauerlicherweise konnte der Imam Mason nicht helfen, seiner Leidenschaft für Motorräder nachzugehen, denn als Mechaniker taugte er nicht wirklich. Besser gesagt kam Mason in der kleinen Schrauberwerkstatt „Cybercycles“ nicht mit dem alten Three Finger zurecht. Da dieser lispelte nahm Mason ihn stets deswegen auf den Arm und aufgrund der fehlenden zwei Finger. Es war nur eine Frage der Zeit bis Mason aus der Werkstatt des alten Cholerikers flog und damit auf der Strasse stand. Nach einigen Tagen in der er wieder als Squatter unterwegs war entschloss er sich nochmals an der Tür des Lil’ Persia zu klopfen, obwohl er dort für ein halbes Jahr nicht mehr hatte blicken lassen. Dort traf er seinen alten Kumpel Mahmoud der ein gutes Wort für ihn beim Imam einlegte, versprach ihn in die eigene Wohnung mitzunehmen und auf ihn zu achten. Woraufhin der gute Amir ein weiters Mal seine Beziehungen spielen lies und Mason einen Job als Pizzakurier vermittelte.
Durch einen Zufall lernt Mason aber einer Combat Biker der New York Marauders kennen, als er diesen mit seinem Motorroller überholte. Wie sich bei “Pizza Trust” heraus stellte hies er Mercury und fuhr eine richtig fette Harley Scorpion.
Kurzum man kam ins Gespräch und Mason riskierte wie immer eine dicke Klappe. Er war jedoch der festen Überzeugung, mit Roller und Pizza schneller bei Mercury zu sein als dieser mit der Harley.
Rückblickend an der Wohnungstür behauptet dieser zwar, Mason absichtlich nicht an der 42nd Street überholt zu haben, aber das war wohl nur sein gekränktes Ego, zumal er sich zuerst von der Windschutzscheibe des Ares Roadmaster hätte kratzen müssen.
Für das Versprechen niemandem etwas von dieser Schmach zu erzählen, versprach Mercury dem guten Mason einen Platz im Team, falls er das Training in der kommenden Woche überleben sollte…

Mason "Dice Pool " McNamara

Nights Fall dr_faustus Shahin